Kooperationsvereinbarungen für Max Planck Schools unterzeichnet

13. Dezember 2018

Am 12. Dezember haben die Partner der drei Max Planck Schools ihre Kooperationsvereinbarungen in Berlin unterzeichnet: Zahlreiche Universitäten unter dem Dach der Hochschulrektorenkonferenz, der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft kooperieren in diesem Pilotprojekt eng miteinander. „Mit dieser gemeinsamen Initiative möchten wir in direkten Wettbewerb mit Universitäten wie Oxford und Harvard treten“, sagt Präsident Martin Stratmann bei der Vertragsunterzeichnung.

Die Vertreter der an den Max Planck Schools beteiligten tragenden Partnerinstitutionen nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen.

Die Kooperationsvereinbarungen legen die rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit in der fünfjährigen Pilotphase. Die Vereinbarungen wurden zunächst mit den sogenannten „tragenden“ Partnerinstitutionen ausgehandelt, da diese eine hervorgehobene Rolle in den Lehr- und Lernkonzepten der einzelnen Schools einnehmen werden. Weitere Partnerorganisationen werden den Verträgen im Frühjahr 2019 beitreten.

Die Initiative wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 45 Millionen Euro bis 2023 unterstützt. „Die Max Planck Schools stellen einen neuen Baustein dar, um exzellente Lehre und Spitzenforschung zusammenzubringen“, betont der Parlamentarische Staatssekretär Michael Meister. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, sagt: „Damit haben wir eine intelligente Lösung gefunden, die verteilte Exzellenz in Deutschland zu bündeln.“ Diese Vernetzung soll der deutschen Wissenschaft noch mehr Sichtbarkeit im internationalen Wettbewerb verschaffen, um so herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus aller Welt anzulocken.

Je nach Vorqualifikation der Bewerberinnen und Bewerber sollen im Rahmen der Max Planck Schools auch sogenannte „direct track“-Promotionen ermöglicht werden: Studierende können durch eine integrierte Master-Phase (so genannte „erste Phase“) direkt nach dem Bachelor in die Max Planck Schools aufgenommen werden. Mit dem „direct track“-Modell sowie einer attraktiven Vergütung (monatlich bis zu 1.665 Euro in der ersten Phase und eine volle TVöD/TV-L E13-Stelle in der zweiten Phase nach erfolgreichem Master-Abschluss) wollen die Max Planck Schools auch einen Beitrag zur Fortentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems leisten.

Die erste Bewerbungsphase für die drei Max Planck Schools – Cognition, Matter to Life, Photonics – läuft noch bis zum 15. Dezember 2018. Eine zweite Runde startet voraussichtlich im Januar. Die ersten Studierenden werden im September 2019 ihr Studium aufnehmen.

Die Initiative wird gemeinsam getragen von der Max-Planck-Gesellschaft, der Hochschulrektorenkonferenz, den Forschungseinrichtungen Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft sowie zahlreichen deutschen Universitäten.

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