Fraunhofer und Max-Planck stärken neue Form der Graduiertenförderung

Fraunhofer und Max-Planck stärken neue Form der Graduiertenförderung

Die Präsidenten haben eine Vereinbarung für die Max Planck School of Photonics in Berlin unterzeichnet

24. September 2018

Die beiden Organisationen bringen jeweils weitere vier Millionen Euro aus zentralen Mitteln ein

»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile« – das ist die Idee der Max Planck Schools, die neue Wege in der Graduiertenausbildung in Deutschland gehen und deshalb attraktiv für international herausragende Doktorandenanwärter sind. Die Max Planck School of Photonics als eine dieser Pilotschulen setzt auf die Exzellenz und Diversität der deutschen Photonikforschung und vereinigt die renommiertesten Forscherinnen und Forscher der deutschen Universitäten und der vier großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet: von grundlegenden Fragestellungen der Quantenphysik bis zur großflächigen Lasermaterialbearbeitung, von der Natur einzelner Photonen bis zum Hochleistungslaser. Mögliche Anwendungen reichen von der Quantenkommunikation über hochpräzise und robuste Messverfahren bis hin zum Einsatz von Licht bei der industriellen Fertigung. Durch die komplementäre Expertise und Ausrichtung der Forschungspartner Max-Planck, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz Gemeinschaft und Helmholtz Gemeinschaft sowie der beteiligten Universitäten Aachen, Erlangen, Göttingen, Hamburg, Jena, München und Karlsruhe deckt das Promotionsprogramm unterschiedlichste Forschungsfelder der Photonik ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Max Planck School of Photonics erhalten so einen umfassenden Einblick in die Welt des Lichts.

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Reimund Neugebauer (li.) und Martin Stratmann (re.) bei der Vertragsunterzeichnung in Berlin

Das forschungsnahe Promotionsprogramm der Max Planck School of Photonics steht bereits Bachelor-Absolventen offen. Insgesamt sollen in der Pilotphase zirka 150 exzellente Promovierende für eine Karriere in der Wissenschaft und Wirtschaft ausgebildet werden.

»Allein in Deutschland verzeichnete die Inlandsproduktion der Photonikbranche zuletzt ein Volumen von rund 31 Milliarden Euro. Die Verbindung von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung in diesem zukunftsorientierten Technologiesektor bietet unseren Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern eine breit aufgestellte, attraktive Umgebung, bei der beide Teilgebiete der Forschung gewinnen«, erklärt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. »Deutschland ist einer der weltweit führenden Standorte der Photonikforschung. Mit der Max Planck School of Photonics tragen wir dazu bei, diese exzellente Position zu sichern und auszubauen. Gleichzeitig unterstützen wir auf diese Weise die zahlreichen Wirtschaftszweige, die direkt oder indirekt von neuen Entwicklungen aus dem Bereich der Photonik profitieren – beispielsweise die Informationstechnologie, die industrielle Produktion oder die Luft- und Raumfahrt.«

Prof. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft fügt hinzu: »Die Photonik ist eine der Schlüsseldisziplinen der deutschen Forschung. Um international genauso attraktiv zu sein wie die Spitzenuniversitäten dieser Welt, haben sich in der Max Planck School of Photonics die kreativsten Köpfe im Land nun zusammengeschlossen. Ich freue mich sehr, dass die School auf so breiten Schultern ruht und bin überzeugt, dass sie das Fach beflügeln wird – in der Grundlagenforschung aber auch in darauf basierenden Anwendungen.«

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist neben dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena, das federführend beteiligt ist, auch mit dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT aus Aachen in der Max Planck School of Photonics vertreten. Die Max-Planck-Gesellschaft bringt sich mit Forschern des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts in Erlangen, des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching ein. Darüber hinaus sind die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zentrale Partner der Max Planck School of Photonics.

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